1. Februar 2020 Tagung/Konferenz Der Nahe Osten

Genozide und Perspektiven für eine Aussöhnung

Information

Veranstaltungsort

W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e. V.
Nernstweg 32-34
22765 Hamburg

Zeit

01.02.2020, 13:00 - 17:00 Uhr

Themenbereiche

Parteien- / Bewegungsgeschichte, Neonazismus / Rassismus, Migration / Flucht, Krieg / Frieden, Naher Osten

Zugeordnete Dateien

Forum I:

Die türkische Republik: Gründungsepos und Genozide mit Dr. Nikolaus Brauns, Historiker, Berlin.

Ein Genozid im 21. Jahrhundert: Die Verbrechen an den Eziden mit Prof. Dr. Ian Ilhan Kizilhan, Duale Hochschule Villingen-Schwenningen.

Forum II:

Alternative Demokratie- und Partizipationsmodelle für den Nahen Osten.

Perspektive Frieden: Rojava - Basisdemokratie und Gendergerechtigkeit im Nahen Osten mit Dr. Mechthild Exo, Friedens- und Konfliktforscherin, Hochschule Emden/Leer.

Aufarbeitung und Aussöhnung im Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse mit Dr. Arzu Yilmaz, Politikwissenschaftlerin, Universität Hamburg.

 

Abschlussdiskussion: Geschichte aufarbeiten - Zukunft gestalten: Wege zum Frieden im Nahen Osten.

2020, 105 Jahre nach dem Genozid an den Armeniern und 79 Jahre nach dem Genozid in Dersim, ist, insbesondere in der Türkei, noch immer keine umfassende Debatte über diese Verbrechen möglich. Als Resultat dieser mangelnden Aufarbeitung ist der Nahe Osten weiterhin Schauplatz kriegerischer Handlungen gegen ethnische und religiöse Gruppen. Der Genozid an den Eziden ist das jüngste Beispiel hierfür.

Der kritische Umgang mit der Geschichte und die Aussöhnung im Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse sind unabdingbar für die Befriedung des Nahen Ostens und die Entstehung einer demokratischen politischen Kultur. Ein Beispiel für Auswege aus ethnisch und konfessionell konnotierten Konflikten ist die Region Rojava im Norden Syriens.

Die Fachtagung wird sich in zwei aufeinander folgenden Foren und einer Abschlussdiskussion den Genoziden in der Region des Nahen Ostens und demokratischen Perspektiven für die Region widmen. Der erste Teil wird sich mit den Genoziden im Nahen Osten in ihrem historischen Kontext sowie ihren Auswirkungen befassen. Im zweiten Teil sollen zukünftige demokratische Modelle für den Nahen Osten, insbesondere auch im Kontext von Genderperspektiven, ausgearbeitet werden. In der Abschlussdiskussion soll nach Wegen, Visionen und Perspektiven für eine Aufarbeitung der Genozide im Nahen Osten und eine Demokratisierung der Region gesucht werden.

In Kooperation mit dem Kurd-Akad. Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e. V. und Civaka Azad - Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit.

Standort

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705