21. August 2018 Diskussion/Vortrag Demokratie kaputt? Der hilflose Antipopulismus und die Krise der Demokratie

Information

Veranstaltungsort

Centro Sociale
Sternstraße 2
20357 Hamburg

Zeit

21.08.2018, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Gesellschaftliche Alternativen, Staat / Demokratie

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Der Aufstieg des Populismus hat die Eliten und insbesondere die kommentierende Klasse in Krisenmodus versetzt. Die medial dominanten, zumeist liberalen Kommentatoren erblicken in ihm eine Gefahr für die „offene Gesellschaft“. Unaufhörlich verdammen sie den Populismus als einen Totengräber von Demokratie und Rechtsstaat, sie scheinen seinen Aufstieg damit aber bloß zu befördern. Die Rechte hingegen ist positiv gestimmt, denn der Rechtspopulismus setzt ihre Themen auf die Agenda und fordert die liberale Hegemonie heraus. Auf der Linken herrscht wieder einmal Uneinigkeit: die einen setzen auf eine linkspopulistische Erneuerung, die anderen fürchten sie. Alle Lager teilen jedoch die Auffassung, dass die Demokratie gegenwärtig in der Krise sei. Der Vortrag nimmt diese Konstellation zum Anlass, nach dem Verhältnis von Populismus und Demokratie zu fragen: Warum ist der Populismus gegenwärtig erfolgreich und ist er ein Symptom einer Krise der Demokratie? Warum ist der liberale Antipopulismus so erfolglos und stellt der Linkspopulismus eine wünschbare Alternative dar?

Dr. Veith Selk ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Darmstadt. Er hat bei Michael Th. Greven und Olaf Asbach über „Das Regieren der Angst“ promoviert. Selk war Gastwissenschaftler an der Tongij Universität in Shanghai und Vertretungsprofessor an der Universität Trier. Zuletzt hat er mit Dirk Jörke eine Einführung in die „Theorien des Populismus“ veröffentlicht.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

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