16. April 2018 Bildungsreise Faschismus, Neofaschismus und Antifaschismus in Italien nach dem zweiten Weltkrieg

Bildungsreise nach Rom, 16. – 20. April 2018

Information

Veranstaltungsort

Rom
Piazza di Porta Maggiore, 25
00185 Roma

Zeit

16.04.2018, 10:00 - 20.04.2018, 20:00 Uhr

Themenbereiche

Geschichte, Ungleichheit / Soziale Kämpfe

Kosten

Normalpreis: 575,00 €
Einzelzimmerzuschlag: 150,00 €

Zugeordnete Dateien

Faschismus, Neofaschismus und Antifaschismus in Italien nach dem zweiten Weltkrieg
Rom: Mainaschaff/pixelio.de

Gegenwärtig vergeht kaum ein Tag, an dem in der italienischen Presse nicht die Begriffe „Faschismus“, „Neofaschismus“ oder „Antifaschismus“ genannt werden. Neo-faschistische Gruppen organisieren Demonstrationen und greifen Zeitungen oder Gruppen an, die sich verstärkt für Flüchtlinge einsetzen. In der römischen Vorstadt Ostia erreichte die Organisation „Casa Pound“, die sich selbst als „Faschisten des dritten Jahrtausend“ bezeichnet, bei Kommunalwahlen fast 10 Prozent der Stimmen. Nachdem das Problem jahrzehntelang von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen oder totgeschwiegen worden war, ist es jetzt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt und in der Politik streitet man darüber, wie gefährlich dieses Phänomen wohl ist. Dabei hat es seit 1945 in Italien immer neo-faschistische Gruppen gegeben, die schwerwiegende Attentate verübten, Staatsstreiche planten und sich in den Institutionen breit machten.

Auf unserem Bildungsurlaub möchten wir einen Überblick über die Geschichte des Phänomens in Italien geben und auch und auf die aktuelle Situation eingehen. Es sollen verschiedenste Aspekte beleuchtet werden und das mit Hilfe von Intellektuellen, Journalisten und Vertretern vieler Gruppe, die sich gegen das faschistische Gedankengut wehren und dagegen arbeiten. Wir wollen aber auch nach den Gründen für das Ausbleiben einer antifaschistischen Erinnerungs- und Gedenkpolitik in Italien fragen. Hierfür sollen Faschismus/Neofaschismus in Italien von 1945 bis heute beleuchtet werden, sein politischer Einfluss auf Staat und Gesellschaft im Nachkriegs Italien und die Notwendigkeiten einer antifaschistischen Erinnerungs- und Gedenkpolitik diskutiert werden. Unter anderen sollen diese Themenkomplexe behandelt werden.

• Die ersten Nachkriegsjahre und der nahtlose Übergang vom Faschismus zum Neofaschismus
• Die 70er und 80er Jahre mit Attentaten und Staatsstreichversuchen
• Neofaschistische Gruppen heute
• Ultrarechte und Ultras – wie die Neofaschisten sich in der Welt der Fußballfans breit machen
• Neofaschisten und Antisemitismus
• Die Arbeit der Gewerkschaft CGIL
• Die Arbeit des Partisanenverbandes ANPI
• Besuch in Ostia, wo die Neofaschisten fast 10 Prozent der Stimmen erhielten
• Besuch in einem antifaschistischen Jugendzentrum

Der Teilnahmebeitrag beträgt 575 €. Er beinhaltet die Hotelunterkunft (Hotel Porta Maggiore) für sechs Übernachtungen im Doppelzimmer incl. Frühstück (Einzelzimmerzuschlag 150 €), Reiseprogramm und die vor Ort anfallenden Transfers und Übersetzungen sowie Eintritt für Ausstellungen und Museen. Die An- und Abreise zum/vom Veranstaltungsort bzw. der Hotelunterkunft ist eigenständig zu organisieren.
Termin: Anreise 15.04. (Sonntag) bis Abreise 21.04.2018 (Samstag), Seminarprogramm von Montag bis Freitag (16.04 bis 20.04.2018). Programmverantwortlich: Esther Koppel (Journalistin, Rom)

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
 

Standort