27. Februar 2019 Diskussion/Vortrag Die Achse der Bösen: Rom – Warschau – Wien

Wie rechts sind Polens Nationalkonservative?

Information

Veranstaltungsort

Centro Sociale
Sternstraße 2
20357 Hamburg

Zeit

27.02.2019, 19:30 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Neonazismus / Rassismus, Soziale Bewegungen / Organisierung, Gesellschaftstheorie, Parteien / Wahlanalysen, Europa links

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Die Achse der Bösen: Rom – Warschau – Wien
Lupo / pixelio.de

Jarosław Kaczyńskis ist der Kopf der nationalkonservativen polnischen Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS), die im polnischen Parlament (Sejm)  mit absoluter Mehrheit die Regierung stellt. Kaczyńskis tritt seit Jahren für eine Union der Vaterländer ein, sprich einer enormen Stärkung der nationalen Souveränitätsrechte. Brüssel solle sich künftig zurück- oder besser: ganz heraushalten. Dabei ist eine wichtige Argumentationsstütze das 'Erreichen der Augenhöhe' zwischen den EU-Mitgliedsländern. Länder wie Deutschland, die ohnehin die stärksten Potenziale hätten, würden durch eine weitere EU-Integration übervorteilt. Weiterhin spielt die Geschichtspolitik eine wichtige Rolle in der strategischen Ausrichtung der PiS. Gerade im Hinblick auf die Rolle Polens im Nationalsozialismus schreckt Kaczyńskis nicht davor zurück die Geschichtsschreibung für eigene Zwecke zu instrumentalisieren.

Mit dem Appel zur Rückkehr zu einem Modell der starken Nationalstaaten wird somit zwar der neoliberal geprägte Weg eines möglichst schnellen Wirtschaftswachstums auf den Prüfstein gestellt. Gleichzeit ist dies aber auch die Grundlage für eine konservativ-reaktionäre Ausrichtung Polens.


In der Veranstaltung wird Holger Politt (Leiter des Regionalbüros der RLS in Warschau)  einen Ausblick geben auf verschiedene, teils widersprüchliche Verlaufslinien der Entwicklungen Polens und diese mit besonderem Hinblick auf die aktuelle Situation nationalkonservativer Politik einordnen.


Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Eine Veranstaltung in unserer Reihe:
Die Achse der Bösen: Rom – Warschau – Wien. Die radikale Rechte an der Macht. Wie verändert sich Europa?

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