8. Oktober 2018 Diskussion/Vortrag Der digitale Kapitalismus als Kern einer neuen Betriebsweise?

Digitalisierung und kapitalistische Gesellschaft – wird alles anders?

Information

Veranstaltungsort

Uni Hamburg, FB Sozialökonomie, Raum S07
Von-Melle-Park 9
20146 Hamburg

Zeit

08.10.2018, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe, Staat / Demokratie, Kultur / Medien

Zugeordnete Dateien

Der digitale Kapitalismus als Kern einer neuen Betriebsweise?

Mit den Bezeichnungen ‚Industrie 4.0‘ sowie ‚Digitalisierung und künstliche Intelligenz‘ wird eine erneute technische Revolution, die sowohl Produktion und Zirkulation als auch die Privatsphäre der Bürger umwälzen soll, bezeichnet. Tatsächlich erscheinen die Möglichkeiten insbesondere der Automatisierung auch komplizierter Tätigkeiten und die sozialen Auswirkungen für Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen immens. Technikaffine Menschen feiern die durch eine umfassende Digitalisierung eröffnete Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zum Teil frenetisch, Viele sind indifferent und zurückhaltend und ein großer Teil der Bevölkerung hat Angst vor Jobverlusten und Einkommenseinbußen. Um diese Gemengelage von Modernisierungsjubel und Abstiegsängsten aufzulösen und sowohl die Chancen als auch die Risiken von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz genauer zu wägen, sind sowohl eine genauere Identifikation der ökonomischen Formbestimmungen des digitalen Kapitalismus vorzunehmen.als auch die Konsequenzen für die Kapitalakkumulation zu bewerten. Schließlich ist zu erörtern, welche Möglichkeiten die digitale netzwerkbasierte Betriebsweise für postkapitalistisch-sozialistische Gesellschaften eröffnet.

Dr. Stephan Krüger ist Unternehmensberater für Belegschaften und ihre Repräsentanten (Betriebsräte, AN-Verteter in Aufsichtsräten und Gewerkschaften), Projektmitarbeiter im 'Institut für die Geschichte und Zukunft der Arbeit (IGZA)' sowie Verfasser von bisher 5 vorliegenden Bänden 'Zur Kritik der politischen Ökonomie und Kapitalismusanalyse'.

In Kooperation mit dem Zentrum für Ökonomische und Soziologische Studien (ZÖSS) der Universität Hamburg.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Standort