22. Oktober 2019 Diskussion/Vortrag Kartographie der Zwangsverschwundenen

Gewalt und Verschwindenlassen in Kolumbien

Information

Veranstaltungsort

Diakonisches Werk Hamburg
Königsstraße 54
22767 Hamburg

Zeit

22.10.2019, 19:30 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Krieg / Frieden, Partizipation / Bürgerrechte

Zugeordnete Dateien

In Kolumbien gibt es bis über 80.000 Verschwundene, offiziell spricht die Generalstaatsanwaltschaft von über 50.000. 2016 begann die Menschenrechtsorganisation Human Rights Everywhere (HREV) mit der Kartierung der Verschwundenen und der anschließenden Aufbereitung in einem Atlas, um damit die Angehörigen und ihre Organisationen zu unterstützen. Antonio Erik Arellana Bautista, Journalist, Dichter und Aktivist, war von Beginn an darn beteiligt. Er ist der Sohn von Nydia Erika Bautista, die am 30 August 1987 gewaltsam verschwunden wurde. Fidel Mingorance, Aktivist und Verantwortlicher bei Geoactivismo.org, ist ebenfalls an dieser Studie beteiligt. Die Ergebnisse sind auf desaparicionforzada.co im Internet dokumentiert. Mittlerweile gibt es 176 Karten, die nach Geographie, Sektoren oder Themen geordnet Aufschluss über die Untersuchungsergebnisse geben, sowie Dokumente, Zeugenaussagen, Beispiele für aktiven Widerstand, damit sich die systematische Politik des Verschwindenlassens in Kolumbien nicht wiederholt. 72 der Karten sind in dem Buch Cartografía de la Desaparición Forzada en Colombia. Relato (siempre) incompleto de lo invisibilizado (Kartographie des gewaltsamen Verschwindenlassens in Kolumbien. (Immer) unvollständige Erzählung des unsichtbar Gemachten) aufbereitet .

Erik Arellana Bautista und Fidel Mignorance werden die Studie in Europa und auch in Hamburg am 22.10.2019 vorstellen.

Eine Veranstaltung im Rahmen der LateinamerikaTage 2019 in Kooperation mit pbi und der Kolumbiengruppe Hamburg.
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Standort