17. Mai 2018 Diskussion/Vortrag Trumps Welt: Stärkung des Finanzkapitals - Waghalsige Handelspolitik

Reihe: Der große Crash und seine Folgen

Information

Veranstaltungsort

Uni Hamburg, Raum S27
Von-Melle-Park 9
20146 Hamburg

Zeit

17.05.2018, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe, Staat / Demokratie

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Trumps Welt: Stärkung des Finanzkapitals - Waghalsige Handelspolitik
CC BY 1.0, Aleks van Sputto

Mit Christoph Scherrer / Professor an der Universität Kassel, Leiter des Fachbereichs „Globalisierung und Politik“
Gut zehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise befindet sich der globale Kapitalismus immer noch in einer Umbruchphase mit offenem Ausgang. Der Versuch mit neuen Abkommen wie TTIP und CETA das globale Handels- und Finanzsystem weiter zu deregulierten und zu liberalisieren scheiterte nicht nur an einer breit aufgestellten Protestbewegung, sondern auch an der Wahl des erklärten Freihandelsskeptikers Donald Trump. Die EU legte ihr ehrgeiziges TTIP-Projekt (vorerst) auf Eis. Mit dem nun proklamierten „Handelskrieg“ der USA gegenüber China und der EU scheint sich ein weiterer Bruch in der neoliberalen Globalisierungsagenda anzudeuten: Protektionismus statt Freihandel, Nationalismus statt globale Vernetzung. Aber ist das wirklich so? Erleben wir derzeit eine Abkehr von der Freihandelsagenda? Diesen und weiteren Fragen geht Christoph Scherrer, Leiter des Fachbereichs „Globalisierung und Politik“ der Uni Kassel in seinem Vortrag nach.


Reihe: Der große Crash und seine Folgen

Vor gut zehn Jahren, im Sommer 2007, löste das Platzen der US-Immobilienblase eine Kettenreaktion aus, die für viele Länder in eine schwerwiegende Krisensituation führte. Nicht nur Griechenland leidet bis heute unter dem „großen Crash“ und seinen finanziellen, sozialen und politischen Folgen. In vielen EU-Staaten ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor hoch, Grundsicherungssysteme wurden aufgeweicht und Renten massiv gekürzt.
Rechte Bewegungen haben es vielerorts verstanden, diese Unsicherheiten für sich zu nutzen.
Aus der Finanz- und Wirtschaftskrise ist damit auch eine soziale und politische Krise geworden. Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe sollen unterschiedliche Aspekte dieser multiplen Krisenprozesse beleuchtet und diskutiert werden: Was passierte eigentlich 2007 und wie stabil ist das Finanz- und Wirtschaftssystem heute? Warum ist die deutsche Wirtschaft verhältnismäßig stabil und erfolgreich? Was hat es mit dem „deutschen Jobwunder“ auf sich? Welche Auswirkungen haben die Krisenprozesse auf die globalisierte Staatengemeinschaft und den internationalen Handel? Sind wir auf dem Weg in eine Ära des Protektionismus? Und welche Effekte hat die Krise auf die gegenwärtigen Geschlechterverhältnisse?

Weitere Veranstaltungen der Reihe:

Donnerstag, 24. Mai, 19:00 Uhr, Uni Hamburg
Geschlechterverhältnisse in der Krise. Ein feministischer Blick auf die Krise und ihre staatliche Bearbeitung. Mit Alexandra Scheele, Professorin für Arbeits- und Wirtschaftssoziologie an der Universität Bielefeld

In Kooperation mit dem AK Plurale Ökonomik Hamburg

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

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