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Dokumentation : Sonderwirtschaftszonen in Afrika

Entwicklungsmotor oder Ausverkauf?

Wichtige Fakten

Datum
19.05.2020
Veranstalter
Franza Drechsel,
Themenbereiche
Wirtschafts- / Sozialpolitik, Globalisierung, Afrika, Westafrika

Details

Sonderwirtschaftszonen in Afrika

Um sich in den Welthandel zu integrieren und Investitionen anzulocken, setzen immer mehr Staaten des Globalen Südens auf die Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen (SWZ). Seit Mitte der Neunzigerjahre hat sich die Zahl dieser Zonen mehr als verzehnfacht. Auch die Bundesregierung fördert im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit derzeit 15 Industrieparks und SWZ.

Allerdings bleiben die erhofften positiven Effekte in der Praxis oft hinter den Erwartungen zurück. So weist eine jüngst erschienene Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung auf die negativen Auswirkungen von Sondersteuern in afrikanischen SWZ hin: Statt durch höhere Steuereinnahmen staatliche Souveränität zu stärken, werden öffentliche Strukturen geschwächt, während ausländische Unternehmen profitieren.

In dieser Online-Veranstaltung haben wir mit dem Autor der Studie und Fachleuten aus Wissenschaft und Politik die Potenziale und Gefahren von Sonderwirtschaftszonen für die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika diskutiert.

  • Markus Henn, Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (WEED), Autor der Studie „Die Illusion der Souveränität: Sonderwirtschaftszonen und Sondersteuern in Afrika“.
  • Eva-Maria Schreiber, Obfrau im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Fraktion DIE LINKE im Bundestag
  • Dr. Frauke Banse, Universität Kassel, Forschung zu Gewerkschaften, Arbeitsrechten und Handelspolitik in Afrika
  • Moderation: Dr. Claus-Dieter König, Leiter des Regionalbüros Westafrika der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Dakar

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