Zum Hauptinhalt springen

Nachricht , : Veranstaltungsreihe: Linke Positionen zu Flucht und Migration

Für eine solidarische Gesellschaft der Vielen, die wir der autoritären Wende entgegenstellen.

Details

Illustration: Nina Eggemann

Im aktuellen Diskurs erscheinen Flucht und Migration nicht als Fragen von Gerechtigkeit, Solidarität oder gesellschaftlicher Vielfalt. Sie werden fast ausschließlich als Bedrohung oder unter dem Blickwinkel ökonomischer Verwertungslogik behandelt.

Der Aufstieg der rechtsradikalen AfD zur bundesweit stärksten Partei ist nicht zuletzt das Ergebnis dieser Deutungshoheit. Auch in der Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und SPD spiegeln sich zentrale Narrative und Forderungen der AfD wider. Die politischen Maßnahmen konzentrieren sich dabei auf drei Bereiche: die Schließung von Migrationsrouten, die Ausweitung von Abschiebungen und den Abbau des Asylsystems.

Die gesellschaftliche Linke verteidigt das Asylrecht, die Menschenwürde Geflüchteter und das Recht auf Migration. Sie tritt rassistischen Ressentiments entgegen und verweist auf den Gewinn einer offenen Einwanderungsgesellschaft. Doch das reicht nicht aus. Nötig ist eine Gegen-Erzählung zu Flucht, Asyl und Migration – positiv, solidarisch und getragen von den Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, internationaler Solidarität und universeller Menschenrechte.

Migration ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern so alt wie die Menschheit selbst. Seit dem Ende des Kalten Krieges gehören Fragen von Steuerung und Kontrolle jedoch zu den zentralen Themen nationaler und internationaler Politik. Gleichzeitig haben die Kämpfe von Migrant:innen um Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit, politische und soziale Teilhabe sowie gegen Rassismus an Dynamik gewonnen. Damit sind Migrationsprozesse und der gesellschaftliche Umgang mit ihnen ins Zentrum der Auseinandersetzungen um soziale Gerechtigkeit und Demokratie gerückt.

Nach dem Auftakt der Veranstaltungsreihe  im Oktober 2025 setzen wir aufgrund der anhaltenden Aktualität und Dringlichkeit des Themas die Reihe fort. Auf unseren Veranstaltungen wird es unter anderem um die Frage gehen, wie rechte Narrative entkräftet und eine menschenrechtsbasierte Migrationspolitik möglich ist. Wie kann gemeinsamer Widerstand in einer sozial gespaltenen Gesellschaft organisiert werden? Wie können sich Betroffene und ihre Unterstützenden vor Repressionen schützen? Wie können sichere und legale Fluchtwege erkämpft werden? Vor allem aber: Wie sollte eine solidarische, postmigrantische Gesellschaft in Deutschland und Europa gestaltet sein?

Eine Reihe in Kooperation mit der GWA St.Pauli. 

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Veranstaltungsort: Köllibri (Hein-Köllisch-Platz 12, 20359 Hamburg ).

Die Veranstaltungen im Detail: