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Publikation : Die vergessenen Opfer: Sowjetische Kriegsgefangene

Höchste Zeit für ihre Anerkennung und Entschädigung. Standpunkte 8/2015 von Jan Korte.

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte
Autor
Jan Korte,
Erschienen
März 2015
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Details

Sowjetische Kriegsgefangene aus dem Stammlager II A in Neubrandenburg bei der Ankunft und Verteilung zu den Arbeitsorten, 1941
Ankunft in Teterow: Sowjetische Kriegsgefangene aus dem Stammlager II A in Neubrandenburg bei der Ankunft und Verteilung zu den Arbeitsorten, Januar 1941 Staatsarchiv der Russischen Föderation Moskau (gemeinfrei)

Im 70. Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es unzählige Publikationen und Veranstaltungen zum Gedenken an die Millionen Toten, die der deutsche Angriffs- und Vernichtungskrieg gekostet hat. Wie in den Jahrzehnten zuvor spielt aber eine besonders große Opfergruppe dabei bislang kaum eine Rolle: die Opfer der Sowjetunion im Allgemeinen und die ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen im Speziellen. Das ist kein Zufall, sondern hat geschichtspolitische Gründe, vor allem den über Jahrzehnte staatlich sanktionierten und gesellschaftlich mehrheitsfähigen Antikommunismus sowie die langlebige Legende von der sauberen Wehrmacht. Es ist höchste Zeit, die Opfer der sowjetischen Kriegsgefangenen anzuerkennen und ihre letzten Überlebenden zu entschädigen.

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