Zum Hauptinhalt springen

7. Oktober 2025: Diskussion/Vortrag : Grüner Wasserstoff aus Namibia

ein neues Kapitel deutscher Kolonialgeschichte?

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Philosophenturm, Hörsaal E
Hörsaal E
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg

Zeit
07.10.2025, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Deutsche / Europäische Geschichte, Sozialökologischer Umbau, Südliches Afrika
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Grüner Wasserstoff aus Namibia
Blick von der Haifischinsel auf die Küste, Lüderitz, Region Karas, Namibia. Im Bild: Paul Thomas (oben) und Tjipura Unaune Tjipura (unten)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Speakers Tour 2025 durch Deutschland mit den namibischen Aktivisten Paul Thomas (Nama Traditional Leaders Association) und Tjipura Unaune Tjipura (Social Economic Justice Trust)

In Namibia begingen deutsche „Schutztruppen“ den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts. Bis heute entzieht sich die Bundesregierung der Verantwortung für diesen Genozid, und ein „Versöhnungsabkommen“ scheiterte bisher daran, dass die Betroffenen nicht mit am Verhandlungstisch sitzen dürfen.

Die grünen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung und der EU rückt Namibia jetzt anders in den Fokus. Dort herrschen ideale Bedingungen zur Erzeugung regenerativer Energien, die für eine Energiewende in Europa gebraucht werden. Seitdem gibt es dort viele Aktivitäten der Bundesregierung, die neokoloniale Züge tragen. So hat ein „namibisches“ Unternehmen „Hyphen“, an dem das deutsche Unternehmen „Enertrag“ gemeinsam mit einem britischen Partner die Mehrheitsbeteiligung hält, den Zuschlag für ein Mammutprojekt bekommen.

Durch den geplanten massiven Ausbau des Hafens von Lüderitz ist der Gedenkort an das erste Konzentrationslager unter deutscher Kolonialherrschaft bedroht. Außerdem wurde die Bevölkerung an Verhandlungen über das Projekt nicht beteiligt. Alles geschieht unter größter Geheimhaltung und ohne eine Risikoanalyse. Bedenken hinsichtlich weitreichender Umweltauswirkungen werden ignoriert.

Die beiden namibischen Aktivisten Paul Thomas und Tjipura Unaune Tjipura werden mit uns ihre Kritik an dem Projekt diskutieren.

Moderation: Johanna Tunn


Eine Veranstaltung in Kooperation mit medico international, Attac, Powershift und der Werkstatt Ökonomie, Asta-Universität Hamburg unterstützt von Brot für die Welt.


Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Speakers Tour der Attac‑Kampagne „RohstoffEnergie‑Hunger“. 

Siehe auch die Beiträge: Woher kommt grüner Wasserstoff ? und Deutscher Kolonialismus in Namibia

 

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705

Ähnliche Veranstaltungen

Pariser Kommunismus am Gänsemarkt , 19 Oktober 2026

: Exkursion

Hamburg14:00 Uhr

Heinrich Heine im Hamburger Judenviertel - Stadtrundgang

Klimabewegung in Zeiten einer autoritären Wende, 06 November 2026

: Diskussion/Vortrag

Hamburg19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Lisa Poettinger

Klima von links, 07 November 2026

: Seminar

Hamburg10:00 Uhr

Klimabewegung in autoritären Zeiten