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13. April 2026: Diskussion/Vortrag : Kaffee statt Koks

Solidarische Wirtschaft gegen Gewalt und Drogenhandel – der Kampf der indigenen Gemeinden des Cauca/Kolumbien und die Rolle der Konsumländer

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Handelskammergebäude - unmittelbar hinter dem Rathaus Hamburg
Adolphsplatz 1
20095 Hamburg

Zeit
13.04.2026, 18:30 - 20:30 Uhr
Themenbereiche
Soziale Bewegungen / Organisierung, Globalisierung, Krieg / Frieden, Andenregion, Commons / Soziale Infrastruktur, Kapitalismusanalyse
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Kaffee statt Koks
Demonstration indigerer Bewegungen des Cauca Foto: Ani Diesselmann


Was hat die Situation indigener Gemeinden im Südwesten Kolumbiens mit Drogenschmuggel und Suchtproblematiken in Deutschland zu tun? Wie hängt der Preis, den wir für unseren Kaffee bezahlen, mit der Produktion von Kokain zusammen? Kann man dem internationalen Drogenhandel auch mit einem Fokus auf Wirtschaft und globale Gerechtigkeit begegnen statt mit Polizei oder gar Militäreinsätzen? Was können solidarische und transnationale Antworten auf illegale Ökonomien und ihre Gewalt sein?

Um Antworten auszuloten, berichten uns Nini Daza, Vertreterin des Indigenen Regionalrates des Cauca/Kolumbien CRIC, und Manuel Bustos, Koordinator der Abteilung Eigene Wirtschaft in der Kaffeekooperative CENCOIC.

Die beiden sind Teil einer Bewegung kleinbäuerlicher, indigener Gemeinden, die im kolumbianischen Departement Cauca gegen ihre rassistische und wirtschaftliche Ausgrenzung kämpft. Gemeinsam haben sie umfassende Rechte über Land, Kultur und Autonomie erreicht. Jedoch sind die Gemeinden seit einigen Jahren stark von bewaffneten Gruppen und der Drogenwirtschaft betroffen. Diese haben Dutzende Amtsträger*innen und Mitglieder des unbewaffneten Selbstschutz-Prozesses „Guardia Indígena“ ermordet und hunderte Jugendliche zwangsrekrutiert. Teil des Problems ist, dass Koka in der Region das einzige landwirtschaftliche Produkt ist, dessen Marktpreise kleinbäuerlichen Familien ein wenig ökonomische Stabilität bieten.

Um dieser Situation zu begegnen, baut die Bewegung eine gemeindebasierte Wirtschaft auf. In der Kooperative CENCOIC etwa haben sich rund 3.000 Kaffee anbauende Familien zusammengeschlossen. Hierdurch erzielen sie bessere Preise und mehr wirtschaftliche Stabilität. Über den solidarischen Handel mit dem Kaffeekollektiv Aroma Zapatista exportieren sie ihren Kaffee auch nach Deutschland.

Die Gäste aus Kolumbien berichten über den Kampf der Gemeinden, ihre Probleme und die Alternativen, die sie aufbauen. Anschließend geben Vertreter*innen der Rosa Luxemburg Stiftung und des Kaffeekollektivs Aroma Zapatista eine Einordnung, wie Probleme und deren Lösung mit dem Welthandel und mit Deutschland verbunden sind.


Weitere Informationen zur indigenen Bewegung des Cauca: www.cauca-indigena.de

Teile der Veranstaltung finden in spanischer Sprache statt, eine Simultandolmetschung (spanisch-deutsch/deutsch-spanisch) ist gewährleistet.

Vor und nach der Veranstaltung gibt es Kaffeeausschank vom Kaffeekollektiv Aroma Zapatista.   

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Bürgerschaftsfraktion Die Linke, dem Kaffeekollektiv Aroma Zapatista und dem Büro der RLS Regionalbüro Andenländer Quito

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705

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