Zum Hauptinhalt springen

10. Juni 2026: Diskussion/Vortrag : Wie die AfD den Kulturkampf in die Schulen trägt

... und was dagegen zu tun ist

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Curio Haus
Rothenbaumchaussee 13
20148 Hamburg

Zeit
10.06.2026, 18:30 - 20:30 Uhr
Themenbereiche
Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Rassismus / Neonazismus, Bildungspolitik, Parteien / Wahlanalysen
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Wie die AfD den Kulturkampf in die Schulen trägt

Für die extreme Rechte und ihren Kulturkampf ist die Schule ein zentrales Kampffeld. Hier will die AfD den Vorrang des Nationalen durchsetzen und miteiner auf Ideologien der Ungleichwertigkeit beruhenden Identitätspolitik des „Deutsch-Seins“ junge Menschen früh prägen.

Um ganz im Sinne deutscher Volksgemeinschaft größtmögliche Homogenität herzustellen, möchte die AfD Schüler:innen mit Beeinträchtigungen und Geflüchtete aus dem allgemeinen Schulunterricht ausschließen, Quoten fürKinder mit Migrationsgeschichte einführen und Islamunterricht verbieten. Gegen behauptete „Leistungsmüdigkeit“, „Kuschelpädagogik“ und „Gleichmacherei“ droht sie ein leistungsdifferenziertes mehrgliedriges Schulsystem und elitäre Zugangsbeschränkungen an: Schule soll selektieren. Sie denunziert Sexualaufklärung als „Frühsexualisierung“ und angeblichen „Trans-Gender-Hype“ und spielt sich mit Verbotsforderungen nicht nur als Beschützer von Kindern und Jugendlichen auf, sondern als Vorkämpferin für die traditionelle Familie. Nicht zuletzt will die AfD weniger Hitler, mehr Bismarck im Unterricht und überhaupt mehr 19. Jahrhundert als „die wichtigste Zeit für die deutsche Nationswerdung“.

Längst steht die Institution Schule unter dem Beschuss der AfD, sind Lehrkräfte, die sich für demokratische Werte einsetzen, und kritische Schüler:innen massiven Denunziationen und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt. Was tun?


Eva Gerth ist Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung undWissenschaft Sachsen-Anhalt. Bei den Landtagswahlen im September ist eine AfD-Regierung(sbeteiligung) nicht völlig auszuschließen.

Prof. Dr. Rita Nikolai forscht mit einem Team an der Universität Augsburg zum Thema „Schulpolitische Vorstellungen der Alternative für Deutschland im Bund und in den Bundesländern“.

Florian Schubert arbeitet als Lehrer, promovierte über Antisemitismus im Fußball und publiziert zur extremen Rechten. Für das HSV-Museum konzipierte er zuletzt die Ausstellung „Ins rechte Licht gerückt“ über rechte Gewalt in Hamburg in den 1980er-Jahren, die (rechte) HSV-Fanszene und deren Verbindungen in die damalige neonazistische Szene.


Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg, der GEW Hamburg und der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft.

„Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremenParteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in derVergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen inErscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.“

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705

Ähnliche Veranstaltungen

Dieser Drang nach Härte - Über den neuen Faschismus , 21 Mai 2026

: Buchvorstellung

Hamburg20:00 Uhr

Eva von Redecker im Gespräch mit Sebastian Friedrich

İstediğim & Was ich mir wünsche, 30 Mai 2026

: Lesung/Gespräch

Hamburg14:00 Uhr

Gedenken an Semra Ertan 2026

1776 und Geschichtspolitik in Trumps USA, 08 Juli 2026

: Diskussion/Vortrag

Hamburg19:00 Uhr

Podiumsdiskussion zu 250 Jahre Unabhängigkeitserklärung