Beschreibung
Für die extreme Rechte und ihren Kulturkampf ist die Schule ein zentrales Kampffeld. Hier will die AfD den Vorrang des Nationalen durchsetzen und miteiner auf Ideologien der Ungleichwertigkeit beruhenden Identitätspolitik des „Deutsch-Seins“ junge Menschen früh prägen.
Um ganz im Sinne deutscher Volksgemeinschaft größtmögliche Homogenität herzustellen, möchte die AfD Schüler:innen mit Beeinträchtigungen und Geflüchtete aus dem allgemeinen Schulunterricht ausschließen, Quoten fürKinder mit Migrationsgeschichte einführen und Islamunterricht verbieten. Gegen behauptete „Leistungsmüdigkeit“, „Kuschelpädagogik“ und „Gleichmacherei“ droht sie ein leistungsdifferenziertes mehrgliedriges Schulsystem und elitäre Zugangsbeschränkungen an: Schule soll selektieren. Sie denunziert Sexualaufklärung als „Frühsexualisierung“ und angeblichen „Trans-Gender-Hype“ und spielt sich mit Verbotsforderungen nicht nur als Beschützer von Kindern und Jugendlichen auf, sondern als Vorkämpferin für die traditionelle Familie. Nicht zuletzt will die AfD weniger Hitler, mehr Bismarck im Unterricht und überhaupt mehr 19. Jahrhundert als „die wichtigste Zeit für die deutsche Nationswerdung“.
Längst steht die Institution Schule unter dem Beschuss der AfD, sind Lehrkräfte, die sich für demokratische Werte einsetzen, und kritische Schüler:innen massiven Denunziationen und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt. Was tun?
Eva Gerth ist Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung undWissenschaft Sachsen-Anhalt. Bei den Landtagswahlen im September ist eine AfD-Regierung(sbeteiligung) nicht völlig auszuschließen.
Prof. Dr. Rita Nikolai forscht mit einem Team an der Universität Augsburg zum Thema „Schulpolitische Vorstellungen der Alternative für Deutschland im Bund und in den Bundesländern“.
Florian Schubert arbeitet als Lehrer, promovierte über Antisemitismus im Fußball und publiziert zur extremen Rechten. Für das HSV-Museum konzipierte er zuletzt die Ausstellung „Ins rechte Licht gerückt“ über rechte Gewalt in Hamburg in den 1980er-Jahren, die (rechte) HSV-Fanszene und deren Verbindungen in die damalige neonazistische Szene.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg, der GEW Hamburg und der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft.
„Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremenParteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in derVergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen inErscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.“
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