20. Juni 2020 Seminar Zusammen lesen: Karl Polanyi

Macht, Markt und progressive Utopien

Information

Veranstaltungsort

ONLINE

Zeit

20.06.2020, 14:00 - 17:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Gesellschaftstheorie, Kapitalismusanalyse, Wirtschafts- / Sozialpolitik

Zugeordnete Dateien

Zusammen lesen: Karl Polanyi

Die Reihe „Zusammen lesen“ versucht auch unter den Zeiten der Corona-Krise, gemeinsame Lektüre linker Theoretiker*innen und intensive Diskussion ihrer Themen und Kontexte zu ermöglichen. Die Online-Seminar richten sich an Einsteiger*innen, verlangen zugleich ein Maß an Selbstlektüre. Die betreffenden Texte werden als PDF bereit gestellt.

Eine Anmeldung ist notwendig: anmeldung@rls-hamburg.de.

Karl Polanyi zusammen lesen: Macht, Markt und progressive Utopien

Wenn die Geschichte nicht weiterkommt, lohnt es sich zurückzublättern. Dazu entschloss sich auch Karl Polanyi, der 1933 als wissenschaftlicher Außenseiter mit jüdischen Wurzeln aus dem „Roten Wien“ nach Großbritannien emigrierte und – statt neue Hoffnung zu schöpfen – mit dem Elend der arbeitenden Bevölkerung konfrontiert wurde.

In seinem Hauptwerk, ‚Die große Transformation‘, begann er damals die Entstehung der nationalstaatlichen Marktgesellschaft als gewaltsamen Bruch mit sozialen Beziehungen zu untersuchen. Im Webinar geht es darum zentrale Ideen Polanyis und ihre Hintergründe kennenzulernen und gemeinsam zu besprechen.

Zunächst werden wir uns dafür mit den freiheitlich-sozialistischen Wurzeln seiner Kritik am kapitalistischen Markt befassen. Anschließend werden wir uns historischen Auseinandersetzung mit der Durchsetzung der englischen Marktgesellschaft widmen. Zuletzt werden wir seine Theorie der Gegen- bzw. „Doppelbewegung“ besprechen und damit über die heutigen Möglichkeiten seiner politischen Utopien.

Dr. Clemens Reichhold ist Politikwissenschaftler und Redakteur. Seine Interessen liegen im Feld der politik-ökonomischen Theorie und Ideengeschichte, insbesondere der Geschichte des Neoliberalismus und der politischen Romantik. Zur Zeit arbeitet er an einem Forschungsprojekt zur politischen Ökonomie von Alexis de Tocqueville.

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung.

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705