19. Januar 2021 Seminar Europeanizing social movements in times of crisis

Teil des interdisziplinären Kolloquiums im Wintersemester 20/21

Information

Veranstaltungsort

Online

Zeit

19.01.2021, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Gesellschaftstheorie

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Europeanizing social movements in times of crisis

Ein neuer Strukturwandel in der Öffentlichkeit?

 

In der Öffentlichkeit erkennen, definieren und ordnen Gesellschaften ihre Probleme hinsichtlich ihrer Relevanz und Lösbarkeit. Als zwischen Zivilgesellschaft und Parlament vermittelnder Sphäre und allgemeinverbindlicher Sozialisationsinstanz kommt ihr hiermit eine zentrale Bedeutung für die politische Ordnungsbildung zu. Die Entwicklungsdynamiken in diesem Bereich hat Jürgen Habermas in seinem Anfang der 1960er Jahre erschienenen Buch zum ‚Strukturwandel der Öffentlichkeit‘ untersucht. Oskar Negt und Alexander Kluge konterten es mit ihrer Untersuchung „Öffentlichkeit und Erfahrung“. Das war 1972.
Unter jetzigen Bedingungen von Globalisierung, Digitalisierung und einer anhaltenden Kommodifizierung von Arbeit und Privatsphäre – so der Ausgangspunkt der geplanten Reihe – hat die Sphäre der Öffentlichkeit seitdem einen weiter anhaltenden Transformationsprozess durchlaufen. Diesen mit Blick auf ihre politischen Funktionsdynamiken zu reflektieren, ist das Interesse der geplanten Vortragsreihe. Zur Debatte steht wie so oft, inwieweit die neuen Produktivkräfte der mehr und mehr digital vorgeformten Öffentlichkeit, Fortschritt befördern oder ein Hemmschuh sind. Oder sind unter den heutigen Bedingungen, wie sich Öffentlichkeit herstellt, Aushandlungsformen über Diskurs und Argument kaum mehr möglich? Wenn doch, wie steht es um die emanzipative Dimension unserer heutigen Öffentlichkeit?

 

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg, in Kooperation mit der Universität Hamburg, Institut für Soziologie, Dr. Martin Seeliger. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

 

 

Donatella della Porta: Europeanizing social movements in times of crisis (Vortrag in englischer Sprache)

 

While progressive social movements have always linked at the transnational level, the forms these transnational linkages take changes in time, and so do the channels of diffusion of ideas across countries. Additionally, economic globalization as well as the proliferation of international organizations are not automatically followed by transnationalization of contentious politics. Rather, resources and opportunities for multilevel campaigns vary, influenced by transformation in global capitalism and its political consequences. Reflecting on recent waves of protests—from the Global Justice Movement to the anti-austerity movements and the ‘hot autumn’ of 2019 - this article aims at singling out changing patterns in the spread of contestation.

 

Donatella Porta ist Politikwissenschaftlerin und Professorin für Politikwissenschaft und Politische Soziologie am Europäischen Hochschulinstitut Florenz.

 

 

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