27. Oktober 2020 Diskussion/Vortrag Journalismus in Zeiten von Covid 19 in Mexiko: neue Gefahren für kritische Journalist*innen

Information

Veranstaltungsort

ONLINE

Zeit

27.10.2020, 19:00 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Mexiko / Mittelamerika / Kuba, Partizipation / Bürgerrechte, Kommunikation / Öffentlichkeit, Amerika

Zugeordnete Dateien

Journalismus in Zeiten von Covid 19 in Mexiko: neue Gefahren für kritische Journalist*innen

Mexiko gilt als gefährlichstes Land für Journalisten außerhalb von Kriegsgebieten. Wer in dem nordamerikanischen Land über die Kartelle und ihre Verbindungen zu den Sicherheitskräften berichtet, schwebt in Lebensgefahr. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen wurden dort 2019 zehn Journalisten und Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet - zusammen mit dem Bürgerkriegsland Syrien die meisten weltweit. Im aktuellen Pressefreiheitsranking der Organisation liegt Mexiko auf Platz 143 von 180 Ländern.

Im Rahmen des Ende Mai in Mexiko durchgeführten Videoseminars “Pandemia, democracia y derechos humanos: proteger la libertad de expresión e informar en tiempos de pandemia”, unterstrichen die teilnehmenden Journalist*innen und Akademiker*innen, die zu diesem Thema arbeiten die neuen Gefährdungen, die auf mehreren Ebenen bestehen: auf der Ebene der ohnehin schon prekären Arbeitsbedingungen und den (Be-)Drohungen durch staatliche Stellen bei einer kritischen Berichterstattung über die Situation im Gesundheitsbereich im allgemeinen, von denen seit Ausbruch der Pandemie mehr als 44 Journalist*innen betroffen waren.

Ziel dieses Projektes ist es, über die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Journalist*innen in Mexiko und die Hintergründe für die Gefahren, mit denen sie in ihrer Arbeit konfrontiert sind, zu informieren und die Teilnehmenden an der Videokonferenz über diese Situation zu sensibilisieren.Marta Durán de Huerta Patiño, Doktortitel in Soziologie und Dozentin für Investigativen Politischen Journalismus an der Journalismusschule Carlos Septién García und Koordinatorin des Diplomlehrgangs Journalismus und Organisiertes Verbrechen.

Durán de Huerta ist Mitarbeiterin der Zeitschrift Proceso und Korrespondentin von Radio Francia Internacional in México.

Es findet eine Übersetzung vom Spanischen ins Deutsche statt.
Die Veranstaltung findet als Online-Seminar via ZOOM statt.
Eine Anmeldung ist erforderlich. anmeldung@rls-hamburg.de


In Kooperation mit Zapapres e.V. im Rahmen der LateinamerikaTage 2020. Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705