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16. Juni 2026: Diskussion/Vortrag : Wie die „Kühne-Oper“ problematische Geschichten begräbt

Historische Kurzvorträge zu kolonialen und NS-Verbrechen

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Centro Sociale
Sternstraße 2
20357 Hamburg

Zeit
16.06.2026, 18:30 - 20:00 Uhr
Themenbereiche
Erinnerungspolitik / Antifaschismus
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Der Milliardär und Mäzen Klaus-Michael Kühne will der Stadt Hamburg eine neues Operngebäude „schenken“. Diese soll auf dem Gelände des ehemaligen Baakenhafens in der HafenCity erbaut werden. Kühnes Angebot ist in erinnerungspolitischer Hinsicht jedoch sehr problematisch. Erstens war seine Speditionsfirma Kühne + Nagel an NS-Verbrechen beteiligt. Die Firma bereicherte sich an der antisemitischen Verdrängungspolitik gegen die jüdische Konkurrenz und sie profitierte vom Raub von Möbeln aus jüdischem Besitz. Klaus-Michael Kühne, Sohn und Erbe des damaligen Geschäftsführers, übernimmt bislang keinerlei Verantwortung dafür. Zweitens ist die Örtlichkeit des Baakenhafens kolonialhistorisch vorbelastet. Hier schifften die Zehntausenden deutschen Soldaten ein, die für den Genozid an den Herero und Nama zwischen 1904-1908 in der Kolonie Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, verantwortlich waren. Ein kolonialer Erinnerungsort würde durch das neue Operngebäude überdecken.

Zwei Kurzvorträge mit anschließendem Gespräch soll diese Geschichte aufbereiten und die Pläne des Hamburger Senats kritisch beleuchten.

Unsere Gäste:

Henning Bleyl ist Journalist und Geschäftsführer der Heinrich-Böll-Stiftung Bremen. Er hat sich in zahlreichen Artikeln und Vorträgen intensiv mit der NS-Geschichte von Kühne + Nagel befasst. Er ist Initiator des Bremer Mahnmals zur Beraubung von Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus, das in Sichtweite der Deutschlandzentrale von Kühne + Nagel steht.

Jan Kawlath (Informationen folgen).

Moderation: Dr. Rhena Stürmer, Historikerin, Universität Leipzig

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg und der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705

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