9. Juli 2022 Bildungsreise Auschwitz – Erkundungen und Annäherungen

Jugend-Gedenkstättenfahrt nach Berlin, Krakau und Auschwitz, vom 09. bis 16. Juli 2022

Information

Veranstaltungsort

Oświęcim
UL. LEGIONÓW 11
32-600 OŚWIĘCIM

Zeit

09.07.2022, 09:00 - 16.07.2022, 20:00 Uhr

Themenbereiche

Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Neonazismus / Rassismus, Osteuropa, Jugendbildungsveranstaltungen

Kosten

Normalpreis: 250,00 €

Zugeordnete Dateien

Auschwitz – Erkundungen und Annäherungen
Auschwitz 2, Brezinka, CC0 1.0

„Ihr tragt keine Schuld für das was passiert ist, aber ihr macht euch schuldig, wenn es euch nicht interessiert.“
Esther Bejarano, Auschwitz-Überlebende


Auf der einwöchigen Gedenkstättenfahrt nach Krakau (Krakow), Auschwitz (Oswiecim) und Auschwitz-Birkenau wollen wir uns die Zeit nehmen, um suchend und fragend, dem vor Ort Geschehenen zu begegnen. Im Verlauf des Aufenthalts in Auschwitz nähern wir uns dabei von unterschiedlichen Orten und Ereignissen dem ehemaligen Konzentrationslager an, seinen Vernichtungseinrichtungen, den Schicksalen von Opfern, aber auch den profanen Routinen und dem Alltag der Täter. In Reflektions- und Diskussionsrunden besteht die Möglichkeit, sich über das Gesehene, das Gehörte und das Erfahrene auszutauschen, um gemeinsam zu verstehen und nach Lehren und politischen Herausforderungen für die Gegenwart zu fragen.Wie können wir das Erinnern an diesen Ort des Grauens aufrechterhalten - Aus Auschwitz lernen, Auschwitz verstehen, Antisemitismus in der Gegenwart begegnen und antifaschistisch Handeln?


Dabei bedeutet aus Auschwitz zu lernen, an den Orten des Geschehens über Auschwitz zu lernen: Wie war das gewaltige Lagersystem Auschwitz-Birkenau organisiert, das größte nationalsozialistische Konzentrationslager und gleichzeitig die größte Mordfabrik der Nazis? Welche Geschichte und Bedeutung hatten die unterschiedlichen Lagerteile? Welche Opfergruppen gab es und wie funktionierte die Häftlingsgesellschaft? Wie gestaltete sich das Schicksal der Opfer, sowohl der Häftlinge des KZs, wie auch das der jüdischen Menschen, die zum sofortigen Tod in den Gaskammern bestimmt waren? Welchen Widerstand gab es? Wie lebten die Täter vor Ort? Welche Handlungsspielräume hatten sie? Wie wurde ihr soziales, kulturelles, familiäres Leben organisiert? Wie verborgen waren die Ereignisse in Auschwitz?

Auschwitz  -  Im größten Vernichtungslager der Nationalsozialisten wurden mehr als eine Million Menschen ermordet. In ihrer großen Mehrheit Jüdinnen und Juden aus allen Ländern Europas, aber auch Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene, Frauen und Männer des Widerstands, die in Auschwitz vergast, erschossen und erhängt wurden, die an den Folgen von Misshandlungen und Folter, an medizinischen Versuchen, an Krankheiten und Unterernährung starben.

Neben der Besichtigung der beiden heute zum staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau gehörenden Lagerteile Auschwitz I (das Stammlager) und Auschwitz II (Birkenau) werden wir uns auch gründlich mit den heute weniger sichtbaren, aber dennoch wichtigen Orten jenseits des Lager- (oder Museums-) Zauns beschäftigen, so z. B. mit Auschwitz III (das KZ der IG-Farben in Monowitz), dem SS-Interessengebiet und den Orten an denen das Täterleben stattfand.

Bevor wir nach Auschwitz reisen, wollen wir uns in Krakau mit der Geschichte des dortigen jüdischen Ghettos und mit dem Arbeitslager Plaszow beschäftigen. Eingeleitet wird die Reise durch einen Vorbereitungstag in Berlin. Hier besteht die Möglichkeit, Aspekte und Herausforderungen antifaschistischer Gedenk- und Erinnerungsarbeit Heute zu diskutieren. Fragestellungen für unsere Gedenkstättenfahrt zu entwickeln und aufzunehmen. 


Der Teilnahmebeitrag beträgt 250 Euro und beinhaltet die An- und Abreise mit der Bahn (Hamburg-Berlin-Krakau-Auschwitz), Unterkunft im Zweibettzimmer (Krakau & Auschwitz) bzw. Vierbettzimmer (Berlin), Verpflegung sowie die Programmkosten.

Einen finanziellen Zuschuss für die Reise beantragen?! Am Geld soll die Teilnahme nicht scheitern! Bei Rückfragen zu finanzieller Unterstützung Andreas Merkens anschreiben.

Die Reise richtet sich an Jugendliche/junge Erwachsene im Alter von 18 bis 26 Jahren.
Die Jugendgedenkstättenfahrt, wird (vorbehaltlich der Förderzusage) aus Fördermitteln des BMFSFJ teilfinanziert. Durch die Förderrichtlinie ist die Teilnahme auf Jugendliche/junge Erwachsene im Alter von 18 bis 26 Jahren beschränkt.

Programmleitung: Roland Vossebrecker (Mitarbeiter Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V); Reiseleitung: Andreas Merkens (Rosa Luxemburg Stiftung)

Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Coronavirus-Impfnachweis / Genesenennachweis (2G-Regelung): Teilnahmevoraussetzung ist die Vorlage eines Coronavirus-Impfnachweises, der das Vorliegen einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus nachweist oder ein Genesenennachweis.

Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung: Die Reise wird als gesetzlicher Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung angeboten.

In der Zeit vom 15.11.2021 bis 31.01.2022 ist die Anmeldung ausschließlich Teilnehmer:innen mit Wohnsitz in Hamburg vorbehalten. Eine Warteliste für Interessent:innen ausserhalb von Hamburg wird eingerichtet. Ab dem 01.02.2022 erfolgt eine Öffnung auch für andere Bundesländer. Darüber hinaus erfolgt die Berücksichtigung für die Teilnahme entsprechend dem Eingang der schriftlichen Anmeldungen.

Teilnahmebedingungen und Anmeldeformular


An- und Abreise und Wochenplan:
09.Juli 2022 (Samstag)
08:00 Uhr mit der Bahn ab Hamburg HBF nach Berlin-Ostbahnhof.
11:00 - 18:00: Vorbereitungstag in Berlin. Thema: „Antifaschistisch Erinnern - Heute“.
10. Juli 2022 (Sonntag)
09:00 Uhr Anreise der Gruppe mit dem Zug ab Berlin HBF nach Krakow Glowny. Ankunft gegen 15:00 Uhr.
11. Juli 2022 (Montag)
Ein Programmtag in Krakau.
Gegen 16:00 Fahrt mit der Bahn nach Auschwitz, ca. 19:00 Ankunft Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz
12. bis 15. Juli 2022 (Dienstag bis Freitag)
Vier Programmtage in Auschwitz.
16.Juli 2022 (Samstag)
09:00 Abreise mit dem Zug ab Bahnhof Oświęcim nach Hamburg, Ankunft in Hamburg HBF gegen 19:00 Uhr.


Rechtzeitig vor Reiseantritt erhalten alle Teilnehmenden ein Wochenprogramm


Vorbehaltlich der Zusage, gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. (IBB).

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

       


Standort

Kontakt

Andreas Merkens

Referent für politische Bildung / Studien- und Bildungsreisen, Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: +49 40 28003709