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11. Dezember 2025: Diskussion/Vortrag : Wie hat sich die Erinnerungskultur in Hamburg entwickelt?

Reihe: Politik Basics - Basiswissen konkret (III)

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

LAB am Hansaplatz
Hansaplatz 10
20099 Hamburg

Zeit
11.12.2025, 18:30 - 20:00 Uhr
Themenbereiche
Erinnerungspolitik / Antifaschismus
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Vortrag und Diskussion mit Jürgen Bönig

Der Maßstab für eine aufgeklärte Erinnerungskultur wird in Deutschland immer der Holocaust und die faschistische Periode des deutschen Staates sein. Wer hat Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus und des Holocaust durchgesetzt? Wie entstanden die KZ Gedenkstätte Neuengamme, was ist von der Entwicklung des Stadthauses zu Stadthöfen zu halten?

In Hamburg hat aber auch die Vorperiode kolonialer Herrschaft ein besonderes Gewicht, nämlich die kolonialen Eroberungen, die von Hamburger Kaufleuten wesentlich vorangetrieben worden sind und zu denen aus dem Baakenhafen die Schiffe mit Truppen zum Völkermord an Herero und Nama ausliefen. Unter anderem wurden diese historischen Entwicklungen anhand des Hamburger Bismarckdenkmals diskutiert, das aber zugleich die Frage nach der Haltung zur Gründung des Deutschen Reiches als eines besonderen bürgerlichen Staates stellt.

Eigenartigerweise beschäftigt sich Hamburger Erinnerungskultur wenig mit den Vorkämpfer:innen einer demokratischen Republik im Vormärz und in der Revolution von 1848, kennt nicht die Rolle Hamburgs bei der Entwicklung der Kritik der politischen Ökonomie und nicht bei der Verteidigung einer Volksbewaffnung.

Zu allen diesen Fragen hat Jürgen Bönig historisch gearbeitet, der die Entwicklung der Erinnerungskultur als Mitarbeiter des Museums der Arbeit mehr als fünf Jahrzehnte verfolgt hat.

Eine Veranstaltung in unserer Reihe Politik Basics - Basiswissen konkret und kompakt.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705

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