4. Oktober 2020 Exkursion Auf den Spuren des Arbeitserziehungslagers Wilhelmsburg (1943-1945)

Historische Fahrradtour

Information

Veranstaltungsort

Hamburg

Zeit

04.10.2020, 14:00 - 17:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus

Kosten

Normalpreis: 10,00 €

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Auf den Spuren des Arbeitserziehungslagers Wilhelmsburg (1943-1945)

Das Arbeitserziehungslager (AEL) Wilhelmsburg wurde im April 1943 auf Antrag der Gestapo Hamburg eingerichtet. In den Planungen 1941 waren die AEL noch maßgeblich zur "Disziplinierung" der deutschen Arbeiter gedacht. Im Zuge des flächendeckenden Einsatzes von ausländischen Zwangsarbeiter*innen bilden diese auch zunehmend die Häftlinge in den AEL. Bisher lassen sich Häftlinge aus mindestens 15 Ländern nachweisen, darunter große Teile der ehemaligen chinesischen Community aus St. Pauli. Im AEL sollten den Häftlingen jeglicher Widerstandswille gebrochen werden. Dafür sollten die Bedingungen sehr hart sein, was angeblich durch die befristete Haftzeit möglich sein sollte. Mindestens 182 Menschen überlebten die Haftzeit in Wilhelmsburg jedoch nicht. Diejenigen, die überlebten, kamen schwer gezeichnet in die Betriebe zurück, wo sie dem Rest der Belegschaft als Abschreckung dienen sollten.

Der Historiker Martin Reiter stellt den aktuellen Stand seiner Recherchen zum bisher kaum erforschten AEL Wilhelmsburg auf einer Radtour vor, die zwischen Altona und Wilhelmsburg an mehreren Stationen Halt macht.

Länge: ca. 15 km

Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich!
Bitte obenstehendes Anmeldeformular ausfüllen und senden an: anmeldung@rls-hamburg.de

Die Teilnahme ist nur nach Bestätigung durch uns möglich.

Teilnahmegebühr: 10€ (wird vor Ort eingesammelt).

 

Die Teilnahme an der Fahrradtour erfolgt auf eigene Gefahr; die Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg und in ihrem Auftrag handelnde Referent*innen gehen von Kenntnis und Einhaltung der StVo und rücksichtsvollem Verhalten im Straßenverkehr bei allen Teilnehmer*inne aus. Die Nutzung eines Fahrradhelms ist nicht vorgeschrieben, kann aber sinnvoll sein. Jede*r Teilnehmer*in trägt die zivil- und strafrechtliche Verantwortung für die durch sie/ihn bzw. durch das von ihm gesteuerte Fahrzeug verursachten Personen-, Sach- und Vermögensschäden selbst.

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705