8. Mai 2020 Film Kultur leben statt "Kulturkampf"

über den Einfluss der Neuen Rechten auf Kulturinstitutionen

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Veranstaltungsort

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Zeit

08.05.2020, 20:00 - 21:30 Uhr

Themenbereiche

Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Neonazismus / Rassismus, Soziale Bewegungen / Organisierung, Krieg / Frieden, Kunst / Performance

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Kultur leben statt "Kulturkampf"

Heute jährt sich der Tag der Befreiung zum 75. Mal. Die Alliierten besiegten das Deutsche Reich, beendeten die Verfolgung, das Leiden und das Morden von Andersdenkenden, -glaubenden und –lebenden. Mit dem Sieg über das faschistische Deutschland ging jedoch nicht der Sieg über faschistische und radikale rechte Ideologien einher – im Jahr 2020 formieren sich wieder rechte Kräfte in Europa, die für alle zur Gefahr werden, die ihnen entgegentreten.

Dazu zählen auch Kultureinrichtungen wie der Südpol. Es geht hier um Vielfalt, solidarisches Miteinander und die Utopie eines Freiraums. Dieser wird zunehmend gefährdet, je stärker die sogenannte Neue Rechte um die AFD und die Identitären in Parlamenten und der Öffentlichkeit an Raum gewinnt.

So versuchen verschiedenste Akteur*innen dieser Neuen Rechten Kulturbetriebe einzuschränken, deren Engagement eine plurale Gesellschaft anspricht, in der Diskriminierungen abgebaut werden sollen. Durch parlamentarische Anfragen, anonyme Drohungen, Strafanzeigen oder konkrete Protestaktionen bei Veranstaltungen wollen Rechte die Arbeit bestimmter Kulturinstitutionen stören. Sie versuchen so Künstler*innen zu kriminalisieren und eine Kultur zu propagieren, die nationale Identität stärken soll.

Als eine Antwort darauf gründete sich im Sommer 2017 das Bündnis Die Vielen, dessen Teilnehmende Diversität von Kunst und Kultur sichtbar machen und eine Auseinandersetzung über das Problem des Erstarkens von rechtspopulistischen Positionen führen möchten. Die Rechten rufen den Kampf um die Kultur aus. Für uns ist Kultur aber kein Kampffeld, sondern ein Ort der Vielfalt, Gestaltung und der Auseinandersetzung. Rechte Strukturen und Denkmuster haben dort und auch überall sonst keinen Platz.

Teilnehmen werden:
Anne Sonnenfroh und Cornelius Gesing, Die Vielen Hamburg
Alina Buchberger und Corinna Humuza, Kampnagel Hamburg
David Begrich, Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V.
Judith Schilling, Treibhaus Döbeln
Ludwig Haugk, Maxim Gorki Theater (Berlin)
Leute aus der Südpol Crew

Der Film von Rhythmus und Rausch, der sich mit den Angriffen von Akteur*innen der Neuen Rechten auf verschiedenste Kulturbetriebe beschäftigt, wird heute um 20:00 Uhr erstmals auf Facebook gezeigt.

In Kooperation mit Rhythmus und Rausch. Gefördert von der Landeszentrale für Politische Bildung.

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705