25. November 2020 Diskussion/Vortrag Friedrich Engels, der erste Marxist

Information

Veranstaltungsort

Hamburg
20000 Hamburg

Zeit

25.11.2020, 18:30 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Parteien- / Bewegungsgeschichte, Demokratischer Sozialismus, Gesellschaftstheorie, Kapitalismusanalyse, Engels 200

Zugeordnete Dateien

Friedrich Engels, der erste Marxist

Unsere Online-Veranstaltung mit Michael Krätke wirft anlässlich des 200. Geburtstages von Friedrich Engels am 28.11.2020 ein Schlaglicht auf den so häufig im Schatten von Karl Marx zu verschwinden drohenden Theoretiker, ein ihm ebenbürtiger Kopf und dessen engster Vertraute. Er war der erste Marxist, der Mann, der den Marxismus erfand.

Engels steht bis heute im Schatten seines großen Freundes und er hat die schlechte Presse. Ist von Engels die Rede, denkt man an Marx; umgekehrt ist das seltener der Fall. Dabei wäre Marx‘ Hauptwerk „Das Kapital“ ohne seinen Freund Engels nie geschrieben worden und seine Existenz im Londoner Exil der Armut geweiht gewesen, so Krätke. Der Nachwelt wäre, ohne das Drängen des Verlegers Engels, nichts als Berge von Exzepten, Notizen und fragmentarischen, unvollständigen Manuskripten hinterlassen worden.

Die Rolle Engels geht weit über Freundschaftsdienste, die des Mäzens und Verlegers hinaus. Laut Krätke wird allein er von Marx als ernst zu nehmender Gesprächspartner und Kritiker betrachtet, nur ihn habe er als ebenbürtigen Kopf angesehen, nur sein Urteil sei ihm so wichtig gewesen, dass er sich in umfangreiche Studien stürzte, um ihn zu überzeugen – auch in Nebensächlichkeiten. Dass Engels in deröffentlichen Wahrnehmung so hinter seinem großen Freund zurücktritt, sei nicht zuletzt seiner „fast unverschämten Bescheidenheit“ geschuldet.

Engels ist eben nicht nur durch seine eigenen wissenschaftlichen und politischen Texte von zentraler Bedeutung für linke, herrschaftskritische und emanzipatorische Bewegungen, sondern auch durch die Popularisierung der Marx-Engelsschen Theorie insgesamt. Ohne ihn wären Band zwei und drei des Kapitals nicht erschienen, ohne ihn würde Marx auch heutzutage nicht als einer der bedeutendsten gesellschaftskritischen Ökonomen angesehen werden.

Vortrag und Diskussion mit Michael R. Krätke, Professor der politischen Ökonomie an der Lancaster University und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 

> Die Gesprächsrunde findet im digitalen Raum statt. Die Zugangsdaten für die Veranstaltung verschicken wir am Tag der Veranstaltung an alle, die teilnehmen möchten, per E-Mail. Wir bitten deshalb um Anmeldung zur Veranstaltung bis Dienstag, den 24.11., 15 Uhr über anmeldung@rls-hamburg.de. Bitte Namen und Wohnort angeben.

> Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird ein Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und Lautsprecher benötigt. Fragen und Anmerkungen können auch über die Chat-Funktion eingebraucht werden und sind herzlich willkommen.

> Zur Durchführung nutzen wir das Programm ZOOM. Für die Verwendung der Software ZOOM übernimmt die Rosa Luxemburg Stiftung keine Haftung. Die geltenden Datenschutzrichtlinien können hiereingesehen werden.


> Die Veranstaltung ist bereits 10 Minuten vor Beginn geöffnet. Nutzt diese Zeit gerne, um euch entspannt einzuloggen und euch ein wenig mit dem Programm vertraut zu machen.

> Die bei der Anmeldung erhobenen Daten werden gemäß Bundesdatenschutzgesetz und DSGVO vertraulich behandelt und dienen ausschließlich dem Zweck, Sie / Dich weiterhin über die Arbeit der RLS Hamburg zu informieren. Selbstverständlich haben Sie das Recht auf unentgeltliche Auskunft, Berichtigung, Sperrung oder Löschung Ihrer personengebundenen Daten, soweit dem keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.Für die Veranstaltung gelten die Datenschutzbestimmungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung (siehe unten). 

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Weitere Informationen der Rosa Luxemburg Stiftung zu ENGELS200 hier

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705