3. Dezember 2020 Seminar Erzählen und Zuhören. Biografiearbeit als Politische Bildung und emanzipatorische Praxis

Dreitägiger Workshop zu Ansatz, Methoden und Vernetzung in Hamburg

Information

Veranstaltungsort

Hamburg Gängeviertel
Fabrique im Gängeviertel - Seminarraum, 4.OG, (Zugang von der Speckstrasse)
Valentinskamp 34 a
20355 Hamburg

Zeit

03.12.2020, 10:00 - 05.12.2020, 17:00 Uhr

Themenbereiche

Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Politische Weiterbildung, Praxis politischer Bildung

Kosten

Normalpreis: 80,00 €
Ermäßigter Preis: 50,00 €

Zugeordnete Dateien

Einander erzählen und zuhören, intensive und verbindende Begegnungen zwischen Menschen ermöglichen, das Verständnis für unterschiedliche Erfahrungen und Lebensgeschichten, für Unterschiede wie Gemeinsamkeiten fördern, einer gesellschaftlichen Spaltung entgegenwirken – all das kann Biografiearbeit leisten.

In der Lebensgeschichte jedes Menschen spiegelt sich Gesellschaft und Geschichte. Über Lebenserzählungen können wir lebensnahe Einblicke in gesellschaftliche Entwicklungen und Strukturen gewinnen, Zusammenhänge zwischen Individuum und Gesellschaft verstehen, kritisch reflektieren und letztlich auch Empowerment-Erfahrungen erleben.
Methoden der Biografiearbeit können u.a. in der politischen Bildungsarbeit mit Jugendlichen oder Erwachsenen, in der Kiez- und Stadtteilarbeit, in der Senior*innenarbeit oder in der Sozialen Arbeit eingesetzt werden.
Im Workshop lernen die Teilnehmenden Ansätze einer solchen gesellschaftsbezogenen Biografiearbeit kennen. Gemeinsam werden Methoden erfahren, probiert und reflektiert Im kollegialen Austausch werden Ideen gesponnen, wie Biografiearbeit in der eigenen Praxis umgesetzt werden kann. Darüber hinaus finden Exkursionen zu Hamburger Institutionen und Initiativen statt, um Biografiearbeit in Praxiskontexten kennenzulernen und die Vernetzung der Teilnehmenden zu unterstützen.
 
Als Teilnehmende wünschen wir uns Menschen, die bereits mit Methoden aus der Biografiearbeit gearbeitet haben oder diese kennenlernen möchten, um sie im beruflichen oder zivilgesellschaftlichen Kontext umsetzen zu können und damit emanzipatorische Bildungsprozesse zu begleiten.

Der Workshop wird in Hamburg als gesetzlicher Bildungsurlaub angeboten.

Die Teilnahme am Workshop ist auf 10 Personen begrentzt. Für die Anmeldung bitte unser Anmeldeformular verwenden. Bei Anmeldung gerne ein paar Sätze zu eigenem Kontext sowie Motivation zur Teilnahme angeben – dies wird berücksichtigt, sobald mehr Anmeldungen eingehen als Plätze vorhanden sind.

Das ausgefüllte Anmeldeformular entweder via Mail an anmeldung@rls-hamburg.de oder postalisch an: Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg, Alstertor 20, 20095 Hamurg

Anmeldeschluss ist der 26. Oktober. Die Anmeldung wird schriftlich bestätigt und ist nach Zugang der Anmeldebestätigung verbindlich.

Teilnahmebeitrag: 80€ (ermäßigt 50€) für Workshop und Material (ohne Verpflegung und Transport).

In Kooperation mit der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

 

Workshopleitung:

Gert Dressel: Studium der Geschichte und Politikwissenschaften in Berlin (West) und Wien. Mitarbeiter der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen und des Instituts für Pflegewissenschaft (beides Universität Wien) sowie von „Sorgenetz. Verein zur Förderung gesellschaftlicher Sorgekultur“. Leiter, Berater und Mitarbeiter zahlreicher biografie-, erinnerungs- und/oder erzählorientierter Forschungs-, Beratungs- und Bildungsprojekte sowie von partizipativ orientierten Projekten zur Entwicklung und Förderung von Sorgekultur und Caring Communitys.

Bente Gießelmann: Studium der Pädagogik und Kulturwissenschaft in Kiel und Wien. Seit 2019 Referentin für Wissenschaftskommunikation und Transfer an der Fakultät für Erziehungswissenschaft (Universität Hamburg). Mehrjährige Forschung und Bildungsarbeit zu den Themen Erinnerungspolitik, Rassismus und Rechtsextremismus sowie zu Biografieforschung und lebensgeschichtlichen Interviews.

 

 

Standort

Kontakt

Andreas Merkens

Referent für politische Bildung / Studien- und Bildungsreisen, Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: +49 40 28003709