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13. Oktober 2026: Diskussion/Vortrag : Sicherheit für wen?

Fluchtmigration zwischen Kontrolle, Repression und Selbstbestimmung

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Kölibri, GWA St. Pauli
Hein-Köllisch-Platz 12
20359 Hamburg

Zeit
13.10.2026, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Rassismus / Neonazismus, Soziale Bewegungen / Organisierung, Migration / Flucht
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Sicherheit für wen?
Illustration: Nina Eggemann

English below.

[Die Veranstaltung wird auf arabisch und dari übersetzt]  [سيتم ترجمة الفعالية إلى اللغتين العربية والداري]  [رویداد به زبان‌های عربی و دری ترجمه خواهد شد]

Merz: „Fragen Sie mal Ihre Töchter!“

Fluchtmigration wird zunehmend als Sicherheitsproblem dargestellt. Doch wessen Sicherheit ist eigentlich gemeint – und was bedeutet Sicherheit für Menschen, die selbst Schutz suchen?

In Deutschland und Europa wird Fluchtmigration seit Jahren verstärkt unter dem Blickwinkel der inneren und äußeren Sicherheit diskutiert. In der öffentlichen Debatte begegnen uns dabei immer wieder Narrative wie: „Mehr Zuwanderung aus muslimisch geprägten Ländern bedeutet mehr Gewalt und Kriminalität“ oder „Unsere Grenzen müssen vor illegaler Migration geschützt werden.“ Solche Bedrohungsszenarien dienen als Begründung für eine zunehmend restriktive Migrationspolitik und eine Politik des „Law and Order“.

Doch was haben Fluchtmigration und Sicherheit tatsächlich miteinander zu tun? Und was verändert sich, wenn wir die Perspektiven und Erfahrungen von Geflüchteten selbst in den Mittelpunkt rücken?

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Linke Positionen zu Flucht und Migration“ wollen wir diese Fragen diskutieren. Dabei geht es um das Verhältnis von Sicherheit, Kontrolle und Selbstbestimmung: Welche Rolle spielt die Polizei im Alltag von Geflüchteten? Wie entstehen Gefühle von Unsicherheit? Welche Vorstellungen von Sicherheit stehen dahinter – und wessen Sicherheit wird politisch priorisiert?

Wir sprechen außerdem über die Folgen von Angriffen auf die Selbstorganisation und das Empowerment von Geflüchteten und über die zunehmende Kriminalisierung zivilgesellschaftlicher Solidarität. Ein Beispiel dafür ist der politische Umgang mit dem Tausch von Gutscheinen gegen Bargeld. Welche Handlungsspielräume bleiben angesichts einer immer restriktiveren Migrationspolitik und der angekündigten „Abschiebungen im großen Stil“? Und welche Formen von Solidarität und Widerstand entstehen dagegen?

Darüber diskutieren die Sozialwissenschaftlerin Dr. Leonie Jantzer und eine Aktivistin der Initiative „Hamburg sagt Nein zur Bezahlkarte“. Linda Kabalan vom Flüchtlingsrat Hamburg moderiert die Veranstaltung.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg mit der GWA St. Pauli , der Initiative "Hamburg sagt Nein zur Bezahlkarte" und dem Flüchtlingsrat Hamburg.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg


[The event will be interpreted into Arabic and Dari]

Refugee migration is increasingly portrayed as a security issue. But whose security is actually being referred to – and what does security mean for people who are themselves seeking protection?

In Germany and Europe, refugee migration has for years been discussed increasingly from the perspective of internal and external security. In the public debate, we repeatedly encounter narratives such as: ‘More immigration from predominantly Muslim countries means more violence and crime’ or ‘Our borders must be protected against illegal migration.’ Such threat scenarios are used to justify an increasingly restrictive migration policy and a ‘law and order’ approach.

But what do refugee migration and security actually have to do with one another? And what changes when we focus on the perspectives and experiences of refugees themselves?

As part of our series of events ‘Left-wing Perspectives on Refugee Flight and Migration’, we aim to discuss these questions. The focus is on the relationship between security, control and self-determination: what role does the police play in the everyday lives of refugees? How do feelings of insecurity arise? What notions of security underlie them – and whose security is prioritised politically?

We will also discuss the consequences of attacks on refugees’ self-organisation and empowerment, and the increasing criminalisation of civil society solidarity. One example of this is the political response to the exchange of vouchers for cash. What scope for action remains in the face of an increasingly restrictive migration policy and the announced ‘large-scale deportations’? And what forms of solidarity and resistance are emerging in response?

Social scientist Dr Leonie Jantzer and an activist from the ‘No to the Payment Card’ initiative will discuss these issues. Linda Kabalan from the Hamburg Refugee Council will moderate the event.

A collaborative event organised by the Rosa Luxemburg Foundation in Hamburg, GWA St. Pauli ,  the ‘Hamburg Says No to the Payment Card’ initiative ant the Hamburg Refugee Council.

Standort

Kontakt

Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705

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