31. August 2021 Film Mode.Macht.Menschen

*ABGESAGT*

Information

Veranstaltungsort

Lichtmess Kino
Gaußstraße 25
22765 Hamburg

Zeit

31.08.2021, 19:00 - 22:00 Uhr

Themenbereiche

Arbeit / Gewerkschaften, Geschlechterverhältnisse, Globalisierung, Commons / Soziale Infrastruktur, Kapitalismusanalyse, Wirtschafts- / Sozialpolitik, Südostasien, Südasien, Feminismus, Influencer

Zugeordnete Dateien

Mode.Macht.Menschen

Drei Millionen Menschen, überwiegend Frauen, und damit ein Fünftel der Bevölkerung Kambodschas arbeiten täglich, um Textilien und Bekleidungsstücke für den Weltmarkt zu produzieren. Ihr Werk macht 70% des gesamten Exportvolumens des Landes aus. Im Dezember 2019 waren Filmemacher Patrick Kohl, Influencer Willy Iffland und Journalistin Helen Fares für einige Wochen in Kambodscha. Sie erfuhren vor Ort, was die Textilindustrie für Kambodscha bedeutet, welche Veränderungen die Menschen vor Ort anstreben und wie sie sich dafür organisieren.

#whomademyclothes
Das Überangebot an Kleidung besonders in westlichen Ländern und die allgegenwärtige Präsenz von Werbung scheint uns beinahe vergessen zu lassen, wie die Welt hinter der glitzernden Fassade von Fast Fashion aussieht: die Industrie hat einen enormen CO2 Ausstoß, es wird mit hoch giftigen Chemikalien gearbeitet und der Natur werden Unmengen an Rohstoffen entzogen. Aber nicht nur die Umwelt und das Klima leiden unter dem Modell Fast Fashion. Arbeiter*innen in den Fabriken der großen Produzenten werden zu Löhnen unter dem Existenzminimum ausgebeutet und arbeiten meist unter prekären Bedingungen. Sie sind bei den Versuchen sich zu organisieren um bessere Arbeitsbedingungen zu erstreiten oft Repressalien ausgesetzt und befinden sich stets in einer benachteiligten Verhandlungsposition.

Der Dokumentarfilm Mode.Macht.Menschen erzählt Geschichten aus der kambodschanischen Textilindustrie. Auf Grund des immer noch fehlenden Lieferkettengesetzes ist es den Arbeiter*innen oft unmöglich sich gegen Menschenrechtsverletzungen an ihren Arbeitsplätzen zu wehren und Schadensersatz einzuklagen. Seit Jahren machen Menschenrechtsorganisationen auf prekäre Arbeitsbedingungen entlang den Lieferketten der Textilindustrie aufmerksam. Trotzdem kam es noch zu keinem politischen Durchbruch mit einem Gesetz, welches Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte in ihren Lieferketten verpflichtet.

Helen Fares (25) ist Journalistin, Bildungsaktivistin und Psychologin. Schon mit 19 moderierte Helen das Openair Frauenfeld und begann während ihrer jahrelangen Arbeit auf der Festival-Bühne, für Hiphop.de Interviews zu führen. Parallel dazu begann sie 2016 mit DJ Josi Miller den Hiphop Podcast „homegirls“ zu produzieren und zu studieren. 2017 moderierte sie den 7-teiligen Arte Dokumentarfilm „Homo Digitalis“. Neben dem Podcast produziert Helen Fares wöchentlich das Instagram- Psychologie Magazin „was macht die Psyche...?“ und macht gesellschaftspolitische Aufklärungsarbeit auf ihren Socials.

Willy Iffland ist Influencer und Blogger. Der 30-jährige lebt in Leipzig und ist schon immer auf den neuesten Plattformen unterwegs. Dabei ist er vor allem eins: Authentisch. Willy ist Botschafter für internationale Marken und bringt seine Erfahrung aus über zehn Jahren Social Media und Blogs in seine Arbeit ein. Nebenbei ist er leidenschaftlicher Sneaker-Sammler, liebt Tattoos und hat ein großes Faible für ausgefallene Kleidungsstücke und schnelle Autos.

Die Veranstaltung findet mit der Kampagne für Saubere Kleidung Hamburg statt. Die Kampagne ist ein globales Netzwerk, das sich für die Rechte der Arbeiter*innen in den Lieferketten der internationalen Modeindustrie einsetzt. Sie wollen eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen für die Beschäftigten in der Textil-, Sport-, Schuh- & Lederindustrie weltweit vorantreiben. 

Nach der Filmvorführung wird es ein Filmgespräch mit Mitgliedern der Kampagne für Saubere Kleidung Hamburg geben.


Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich! Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie müssen wir die die Kontaktdaten aufnehmen. Deshalb bitte obenstehendes Anmeldeformular ausfüllen und senden an: anmeldung@rls-hamburg.de

Die Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt. Teilnahmebeitrag 5€

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
 

Standort

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705