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Publikation : Zeichen für Rosa Luxemburg

Aktuelle Auseinandersetzungen um die Deutung von Geschichte. Hamburger Skripte 4/2010.

Wichtige Fakten

Reihe
Online-Publ.
Erschienen
Dezember 2002
Zugehörige Dateien

Details

Zu allen Zeiten hat es politische Auseinandersetzungen um die Interpretation
von Geschichte gegeben. Selten geht es um die Erforschung, Klärung und Bewertung der historischen Ereignisse „an sich“. Der Streit um die Wehrmachtsausstellung(en) des Hamburger Instituts für Sozialforschung, die Auseinandersetzungen um die Frankfurter Jugendzeit des heutigen Bundesaußenministers Joseph Fischers oder die Rolle Herbert Wehners in Moskau sind Beispiel der jüngsten Zeit.

Auch bei Rosa Luxemburg hat es nicht nur aus historischem Interesse Debatten über Leben und Werk gegeben. Die Auseinandersetzungen wurden häufig geführt, um heutige politische Fragen zu eigenen Gunsten, oder zumindest des politischen Gegners Schaden zu entscheiden. Als sich in der Endphase der DDR bürgerbewegte Menschen sich mit Hilfe des Luxemburg-Zitats von der Freiheit der Andersdenkenden Gehör und zugleich Aufmerksamkeit auf gravierende Defizite in der DDR verschaffen wollten, bestand in der Bundesrepublik weitgehend und parteiübergreifend Konsens über die Redlichkeit der Rosa Luxemburg. Lediglich die im Windschatten der SED wandelnden hielten dagegen. Inzwischen hat sich nicht nur die Lage geändert. In jüngeren Veröffentlichungen wird wieder eindeutig festgestellt: Luxemburg war (und wäre heute noch) eine totalitäre Denkerin.

In "Zeichen für Rosa Luxemburg" werden deshalb zwei kurze Texte wiedergegeben, die von sehr unterschiedlichen Ausgangspunkten aktuelle Gesichtspunkte des Umgangs mit Rosa Luxemburg thematisieren. Dr. Evelin Wittich, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin, befaßt sich mit den aktuellen Veröffentlichungen zu RL und der Debatte um das Berliner Denkmalsprojekt. Die Gruppe „Rotes Winterhude“ berichtet über ihr Engagement im Hamburger Stadtteil Winterhude ebenfalls zugunsten eines Denkmalprojektes. Man muß nicht jede Positionen teilen, aber der Bericht illustriert trefflich die Auseinandersetzungen um Rosa Luxemburgs auf örtlicher Ebene.

Diese Publikation entstand mit freundlicher Unterstützung der in Berlin ansässigen Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Meinhard Meuche-Mäker, Vorstand Rosa-Luxemburg-Bildungswerk.

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