10. Juni 2022 Lesung/Gespräch Erinnerung als Widerstand

Ein literarisch- musikalischer Exkurs zu deutsch-griechischer Vergangenheit und Gegenwart von Skevos Papaioannou

Information

Veranstaltungsort

Gängeviertel - Fabrique
Seminarraum, IV. Stock (über Speckstraße)
Valentinskamp 34 a
20355 Hamburg

Zeit

10.06.2022, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Neonazismus / Rassismus, Migration / Flucht, Südosteuropa, Kunst / Performance

Zugeordnete Dateien

Erinnerung als Widerstand
Wandbild im Gemeindehaus von Anogia (Kreta), zur Erinnerung an den Widerstand gegen die deutsche Besatzung Kretas und die von der NS-Wehrmacht ermordeten 117 Dorfbewohner:innen Foto: RLS Hamburg

Auf unserer Lesung mit musikalischer Begleitung werden Texte aus Zeitzeugenerzählungen, Liedern und vertonten Gedichten vorgetragen. Im Mittelpunkt steht dabei der historische Exkurs auf die widersprüchlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland.

Die musikalisch-literarischen Beiträge nehmen vier Themenfelder auf, die als gelebte Erfahrung und als Reflexion auf Ereignisse verarbeitet werden:

  • Die Besatzung Griechenlands, Okkupation, Raub und Vernichtung durch das Naziregime, Widerstand
  • Griechische Migration-Gastarbeiter:innen
  • Flucht und Migration heute
  • Abschluss: Krise-Soziale Auswirkungen-Neue Migration-Konkrete Utopie

Jeder Thematik wird durch Skevos Papaioannou eine inhaltliche Einführung vorangestellt. 

Skevos Papaioannou ist emeritierter Professor für Soziologie an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Kreta in Griechenland. Geboren wurde Papaioannou 1947 in dem Dorf Kefalos auf Kos. Nach dem Studium für Wirtschaft und Politik an der Aristoteles Universität in Thessaloniki, eingeschränkt in seinen demokratischen Möglichkeiten von der Militärdiktatur in Griechenland ist er 1973 nach Deutschland ausgewandert und hat an der Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Soziologie studiert und auch in Soziologie promoviert. Im Jahr 1983, nachdem sich durch den Wahlsieg der Sozialisten neue Handlungs- und Bildungsmöglichkeiten eröffneten, ist er nach Griechenland zurückgekehrt und hat als Berater in der politischen Erwachsenenbildung in Athen gearbeitet. 1988 ist er als Professor für Soziologie vom Fachbereich Soziologie der Universität Kreta berufen worden und lebt seither auf der Insel. Papaioannou hat zudem zeitweise in Athen, Bremen, Göttingen,Nürnberg, Roskilde und Kassel gelehrt. Neben Lehre und Forschung hat Papaioannou immer auch soziale und politische Bewegungen unterstützt und sich selbst aktiv beteiligt. 
 

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Standort

Kontakt

Andreas Merkens

Regionalbüroleiter Hamburg, Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: +49 40 28003709